Zwischen den Welten
16. März 2025 – 25. Mai 2025
Martina Hoffmann, Pascal Ferry, Robert Venosa
MARTINA HOFFMANN
Die ausgestellten Ölgemälde entstanden in einer modernen Interpretation der altmeisterlichen Mischtechnik, wie sie im 15. Jahrhundert von flämischen Malern entwickelt wurde.
Ausgehend von abstrakten Farbstrukturen, formt die Künstlerin detaillierte Motive durch den gezielten Einsatz von Licht und Schatten. Dieser intuitive Schaffensprozess gleicht einer meditativen Auseinandersetzung, bei der innere Eindrücke auf die Leinwand übertragen werden. Der Entstehungsprozess erfolgt direkt auf der Leinwand, ohne Vorskizzen oder Projektionen. So entwickeln sich Inhalt und Geschichte jedes Bildes unmittelbar während des Malens.
Neben den Ölgemälden werden Arbeiten auf Papier gezeigt, in denen ephemere Formen mit monochromen Bleistift- und Farbstiftabstufungen dargestellt werden. Die so entstehenden „Inneren Landschaften“ scheinen in einem zeitlosen Raum zu existieren. Sie erinnern an irdische Terrains, sind aber zugleich von einer „andersweltlichen“ Atmosphäre durchdrungen. Diese Werke spiegeln subtile, intuitive Zustände des menschlichen Bewusstseins wider und laden den Betrachter ein, sich unvoreingenommen auf eine Reise in die eigene Vorstellungskraft einzulassen.
Kurzvita
Martina Hoffmann wuchs in Deutschland und Afrika multikulturell auf, was ihr Leben und Werk prägte. Sie studierte Kunst und Bildhauerei in Frankfurt. Ihr Frühwerk umfasst photoreale Porträts und die „Birthscapes“-Serie. Inspiriert von Afrika und Göttinnenverehrung schuf sie den Skulpturenzyklus „Goddess Series“. Später entwickelte sie den „Transpersonalen Realismus“ und „Visionären Symbolismus“, um Visionen darzustellen. Hoffmanns Gemälde geben Einblick in ihre „Inneren Landschaften“. Sie strebt danach, mit ihrer Kunst eine universelle Sprache des Bewusstseins und der Liebe zu schaffen. Sie arbeitete 30 Jahre mit ihrem Mann Robert Venosa zusammen und hielt mit ihm Vorträge über visionäre Kunst. Hoffmann stellt international aus und ist seit 2015 Teil der NAIA Museumsausstellung in Frankreich.
„Als Reisende zwischen den Welten und Erkunderin der inneren Ebenen träume ich davon, durch meine Kunst eine visuelle Sprache zu erschaffen, die sowohl das Bewusstsein reflektiert als auch die Liebe als mächtigste Kraft der Vereinigung offenbart.“
PASCAL FERRY
Martina und Pascal teilen in der Malerei eine bemerkenswerte Gemeinsamkeit: Beide wissen zu Beginn eines neuen Gemäldes nicht, was aus den ersten Pinselstrichen auf der Leinwand entstehen wird. Ihr kreativer Prozess ähnelt sich stark. Der Künstler schätzt diese improvisatorischen Anfangsmomente, in denen Strukturen und Bewegungen entstehen, die zunächst abstrakt wirken, aber die zukünftige Komposition vorbereiten. Dann stellt sich die Inspiration ein, die er als eine gespannte und unmerkliche Verbindung zu dem bezeichnet, was er „die Quelle“ nennt. Im Anschluss daran folgt eine intensive technische Phase, in der er mit zahlreichen Lasuren die Volumen, Formen und Farben zu harmonisieren versucht. Er gibt dem Bild nach dieser Phase gerne eine Ruhepause, damit es sich ohne sein Zutun entwickeln kann. Diese Zeit dient dem Vergessen und ermöglicht es ihm, das Werk zu einem späteren Zeitpunkt mit frischem Blick zu überarbeiten – falls nötig.
Einige Werke entstehen fast unmittelbar, während andere Zeit zum Reifen benötigen – vergleichbar mit gutem Wein. Pascal Ferry sieht sich als Künstler in der Rolle eines Archäologen, der metaphorisch den Staub von der rohen Leinwand entfernt, um nach und nach seine Visionen aus den Erinnerungen der Vorfahren freizulegen.
Kurzvita
Pascal Ferry ist ein französischer autodidaktischer Maler, der seine Inspiration aus der visionären, symbolistischen und mystischen Tradition bezieht. Sein Verlag „Sidh & Banshees“ vertrat von 2000 bis 2014 eine große Gruppe internationaler visionärer und fantastischer Künstler, darunter Christophe Vacher (Number 9, The Transformers...), Marc Fishman (Narnia), Patrick Woodroffe (Die unendliche Geschichte), Larry McDougall, Johfra und andere.
Pascal Ferrys Arbeiten wurden international in zahlreichen Galerien, auf Festivals und Veranstaltungen in den USA, Japan, Belgien, Österreich, der Schweiz, Deutschland, Spanien und Frankreich ausgestellt.
Seit 2015 ist sein Werk dauerhaft im NAIA MUSEUM in Rochefort-en-Terre in der Bretagne, Frankreich, vertreten.
Daneben gestaltete er viele CD-Cover für Progressive-Rock-, Fusion- und Metal-Bands. Heute konzentriert sich Pascal Ferry ganz auf sein persönliches künstlerisches Schaffen. Er lebt und arbeitet in Carnac in der Bretagne, einem Ort, der weltweit für seine geheimnisvollen megalithischen Steinsetzungen bekannt ist.
Seine Gemälde stellen seine inneren Reisen auf der Suche nach „verlorenen Zivilisationen und ihrer spirituellen Verbindung“ dar.
„Seit meiner frühen Kindheit denke ich gerne, dass meine utopischen Träume lediglich die Frucht meiner zukünftigen Realität sind ...“
ROBERT VENOSA (1936-2011)
Robert Venosas Bilder sind in Öl auf Leinwand, Holz und Papier gemalt. Seine Technik ist die eigene Interpretation der alten Mischtechnik, die durch flämische Meister des 15. Jahrhunderts – wie Jan van Eyck – bekannt wurde. Seine oft abstrakten, aber auch manchmal figurativen Bilder scheinen den fließenden Formen des Unter- und Überbewusstseins zu entspringen und beschreiben sowohl Astralwelten als auch unbekannte Welten.
Kurzvita
Robert Venosa war ein einflussreicher Künstler der fantastischen und visionären Kunst, entwarf als Art Direktor für CBS preisgekrönte Albumcover (u.a. das Santana-Logo „Abraxas“) und prägte mit seiner New Yorker Agentur den visuellen Stil von Blue Note Records. Neben Malerei und Bildhauerei schuf er Filmdesigns für „Dune“, „Fire in the Sky“ und „Race for Atlantis“. Venosa war mit Künstlern wie Dali, Giger, Klarwein und Fuchs verbunden. Er lebte in Cadaques und Boulder.
Öffnungszeiten
Mittwoch und Sonntag:
10.00 – 17.00 Uhr
und nach telefonischer Absprache unter 07139 / 3924
Geschlossen:
20. April (Ostersonntag)
Führungen (tel. Anmeldung erwünscht):
jeden Sonntag um 11.00 Uhr: 4,00 Euro zzgl. Eintritt
Gruppenpreis für Sonderführungen: 90,00 Euro zzgl. Eintritt
Eintrittspreise
6,00 Euro
Ermäßigt 4,00 Euro
Schirmherrschaft
Jacqueline Vermere, Ehrenpräsidentin der Société Académique des Arts, Sciences et Lettres, Paris
Norbert Heuser, Landrat Landkreis Heilbronn
Förderer & Partner
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